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Ständig bin ich müde und anscheinend kann mir keiner helfen. Bilde ich mir denn alles nur ein?

Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen. Kein Wunder, denn das Problem chronischer Müdigkeit hat in den letzten Jahren genauso dramatisch zugenommen wie die Anzahl psychischer Erkrankungen und Menschen, die ihre berufliche Zukunft aufgrund eines Burnout-Syndroms gefährdet sehen müssen.

Doch gerade die Behandlung dieser ständig zunehmenden Probleme (die übrigens oft eine gemeinsame Ursache besitzen) geschieht unserer Erfahrung nach immer noch sehr laienhaft. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Einer davon mag sein, dass die Behandlung von chronischer Müdigkeit meist eine etwas komplexe Behandlung erfordert und keine 5-Minuten-Medizin ist, wie sie der hohe Patientenzustrom in die Arztpraxen leider oft erforderlich macht.

 

Was ist „chronische Müdigkeit“?

Der Begriff „chronische Müdigkeit“ steht für eine Gruppe von Beschwerden, die mit Müdigkeit und Erschöpfung einhergehen und sich oft in einer dauernden Einschränkung der Lebensqualität und aller Aktivitäten äußern. Grund für chronische Müdigkeit sind häufig Schilddrüsenunterfunktion (die von den Ärzten oft nicht als solche erkannt oder behandelt wird), Nebennierenunterfunktion, Eisen- oder Vitamin B12-Mangel. Begleitend bestehen oft weitere Defizite wie Mangelzustände an weiblichen und männlichen Hormonen oder dem „Glückshormon“ Serotonin.

Chronische Müdigkeit kann ganz allmählich beginnen, typischerweise nach einer längeren Phase von Krankheit oder psychischem Stress. Nicht selten ist aber auch ein ganz plötzlicher Beginn, manchmal nach einem grippeartigen Infekt, von dem man sich einfach nicht mehr richtig erholt.

 

Was ist das „Chronic Fatigue Syndrome“?

Eine Sonderform der chronischen Müdigkeit ist das Chronic Fatigue Syndrome (CFS). Bei dieser Krankheit traten die Beschwerden wie Müdigkeit und Antriebslosigkeit fast immer nach einer grippeähnlichen Infektionskrankheit auf. Beim CFS bestehen daher zusätzlich zu der oft extremen Müdigkeit und Körperschwäche monatelang Halsschmerzen oder angeschwollene Halslymphknoten.

Trotz der typischen Tagesmüdigkeit leiden CFS-Patienten meist unter Schlaflosigkeit und fühlen sich oft nach 8 bis 10 Stunden Schlaf noch immer nicht ausgeschlafen.

 

Typische Beschwerden bei chronischer Müdigkeit

Die meisten chronisch müden Menschen beklagen nicht nur das ständige Gefühl der „leeren Batterie“, sondern auch eine ganze Reihe weiterer Beschwerden, die mit der Ursache für die Müdigkeit meist in direktem Zusammenhang stehen:

  • Antriebsschwäche
  • Schmerzen
  • Vergesslichkeit
  • Durstgefühl
  • Darmprobleme
  • Neigung zu Infektionen
  • Rasche Erschöpfung
  • Gewichtszunahme
  • Depressivität
  • Sexuelle Lustlosigkeit

 

Müde ohne Grund

© Kittiphan - fotolia.com

 

Häufige Ursachen für chronische Müdigkeit, das Chronische Müdigkeitsyndrom (Chronic Fatigue Syndrome, CFS) und das Burnout-Syndrom:

Um es gleich vorab zu sagen: Chronische Müdigkeit und CFS sind fast nie auf eine einzige Ursache zurückzuführen. In den meisten Fällen liegt im Körper eine Vielzahl an Problemen vor und erst deren Kombination hat letztlich das Vollbild der Krankheit ausgelöst. Therapeutisch ist daher auch entscheidend, dass alle erkannten Probleme behandelt werden.
Diese Funktionsstörungen des Körpers können chronische Müdigkeit/CFS begünstigen oder auslösen:

  • Nebennierenstörungen: Die Nebennieren produzieren wichtige Substanzen, die der Energiegewinnung und Infektionsabwehr dienen. Hierzu gehören die so genannten Stresshormone Cortisol und Adrenalin. Sie allein schon können über Müdigkeit oder geistige und körperliche Fitness entscheiden. Doch wenn überhaupt, werden sie für gewöhnlich zum falschen Zeitpunkt oder mit den falschen Methoden überprüft.
  • Darmstörungen: Stress schädigt die Darmwand. Es kommt zu Verdauungsproblemen, Überwucherung des Darms mit schädlichen Keimen, Übertritt von giftigen Substanzen in den Organismus und oft unbemerkten Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Alle diese Probleme zusammen belasten den Organismus und führen zusätzlich zu Müdigkeit und Erschöpfungsgefühl.
  • Schilddrüsenunterfunktion: Ein sehr großer Prozentsatz der Patienten mit Chronischer Müdigkeit/CFS weist eine Schilddrüsenunterfunktion mit ständiger Müdigkeit, Überforderungsgefühl, Gewichtszunahme, Depressivität und vielen anderen Symptomen auf. Da aber aus verschiedenen Gründen nur die ganz offensichtlichen Extremfälle behandelt werden, erhalten viele weniger stark Erkrankte keine Hilfe. Doch auch im Rahmen vieler Behandlungen wird – vielfach aus Unkenntnis über die wahre Natur der Schilddrüse – nur das Allernötigste getan, also mit zu geringen Dosierungen des dann erforderlichen Schilddrüsenhormons gearbeitet. Auch ist die Einnahme des am häufigsten verwendeten Medikaments Thyroxin in vielen Fällen nicht die ideale Lösung. Oder es besteht eine begleitende Nebennierenschwäche, aufgrund der das Schilddrüsenmedikament gar nicht richtig wirken kann.
  • Neurotransmitterstörungen: Neurotransmitter wie Serotonin oder GABA dienen zur Signalübertragung zwischen den einzelnen Nerven und im Gehirn. Sie können im Körper die Energiegewinnung aktivieren – oder stoppen. Sie sind für positiven Antrieb verantwortlich, wirken antidepressiv und schlaffördernd. Neurotransmitter können durch normale Blutuntersuchungen teilweise nicht richtig bestimmt werden. Ein Mangel an Neurotransmittern kann oft leicht und schnell behoben werden.
  • Mitochondrienstörungen: Alle Organe sind aus Zellen aufgebaut und die Mitochondrien sind die „Kraftwerke der Zellen“. Es sind winzige Gebilde und sie produzieren die Energie, die jede Zelle braucht, um normal zu funktionieren. Ständige Überforderung, ein Zustand nach einer schweren Krankheit oder Schwangerschaft oder chronische Krankheiten können die Fähigkeit der Mitochondrien zur Energieproduktion erschöpfen. Dadurch kann es zu Störungen der Organe kommen, die aus diesen Zellen aufgebaut sind. Werden dem Körper Substanzen zugeführt, welche die Mitochondrien aktivieren kann auch dies zu einem Energieschub führen.
  • Schlafstörungen: Ein ganz entscheidender Punkt. Viele Patienten mit chronischer Müdigkeit/CFS leiden unter Schlafstörungen. Andere wiederum schlafen zwar viel, wachen morgens aber dennoch müde auf. Das ist schlecht, denn Schlaf ist wichtig. Besteht das Schlafproblem in einer Ein- oder Durchschlafstörung, findet man häufig einen Mangel oder auch Überschuss an bestimmten Körpersubstanzen. Einschlafstörungen werden zum Beispiel oft durch ein Defizit an „Gelbkörperhormon“ Progesteron, „Schlafhormon“ Melatonin oder eine Schilddrüsenüberfunktion verursacht und hinter Durchschlafstörungen steckt meist ein zu hoher nächtlicher Spiegel des „Stresshormons“ Cortisol und ein relativer Mangel an beruhigendem Progesteron oder anderen Substanzen. Die meisten dieser Probleme lassen sich gezielt behandeln.

In unserer Sprechstunde für chronische Müdigkeit überprüfen und behandeln wir alle diese Störungen. Lesen Sie hier, welche diagnostischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

 

Diagnostik

Ein besonderes Problem ist, dass bei chronischer Müdigkeit und Burnout zwar oft einige Diagnostik betrieben wird, zeigen die untersuchten Organe jedoch keine groben Auffälligkeiten, enden meist die Untersuchungen. Und dann? Alles nur Einbildung? Natürlich nicht. Die Ursachen für das chronische Müdigkeit, das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) und das Burnout-Syndrom lassen sich mit den richtigen Untersuchungen durchaus nachweisen. Oft wird jedoch ein zu schmales Untersuchungsprogramm durchgeführt, das zwar größere Krankheiten ausschließt, bei chronischer Müdigkeit/CMS aber versagt. Typisch ist auch, dass grenzwertige Befunde als „normal“ eingestuft werden.

Ein Beispiel: Liegen die Schilddrüsenhormone irgendwo innerhalb des – sehr weit gefassten! – Normalbereichs, ist die Sache für viele Untersucher erledigt. Nicht wenige Menschen aber liegen mit ihren Werten zwar im Normbereich, dort aber ganz unten! Auch sie können dann die typischen Symptome der Schilddrüsenunterfunktion wie Müdigkeit und Gewichtszunahme zeigen und von einer Behandlung der Schilddrüse stark profitieren.

Wichtig ist bei chronischer Müdigkeit/CFS die Überprüfung des gesamten Hormonsystems, die Suche nach Mikroernährungsstörungen und Vitaminmangel. Typischerweise finden wir auch beim bereits „ausdiagnostizierten“ Patienten eine ganze Reihe von übersehenen Problemfeldern.

 

Behandlung

Was bei der Behandlung von chronischer Müdigkeit und Chronic Fatigue Syndrome (CFS) besonders wichtig ist.

Wenn auch die meisten Menschen ein typisches Ursachenmuster zeigen, sind chronische Erschöpfungszustände fast nie auf eine einzige Ursache zurückzuführen, sondern bei den meisten Betroffenen liegt ein komplexes Geschehen vor. Das bedeutet nicht, dass die Vorgänge, die zum Vollbild der Krankheit geführt haben, schwierig zu verstehen sind. Im Gegenteil: Unsere Patienten verstehen meist sofort, welche Zusammenhänge vorliegen und wie sie ihren „Jeep“ wieder aus dem entstandenen „Sandloch“ herausbekommen, um die „Safari“ ihres Lebens fortzusetzen. Das Problem liegt eher darin, dass einerseits die Puzzlesteine der bisher gelaufenen Untersuchungen nicht richtig zusammengesetzt werden und andererseits Schlüsseluntersuchungen unterlassen werden. Bei einigen Patienten stellen wir sogar fest, dass nur eine einzige Ursache 90 Prozent der Probleme verursacht hat und durch deren Behandlung fast völlige Beschwerdefreiheit einsetzt. Diese Ursache haben wir durch die Voruntersuchungen meist bereits gefunden und therapieren sie jetzt gezielt.

 

Die Therapie

Sind die vermutlichen Ursachen der Erkrankung erkannt, beginnt eine gezielte Therapie. Meist müssen folgende Probleme behandelt werden:

  • Darmstörungen: Entzündliche Vorgänge der Darmwand (die sich manchmal nur durch leichte Verdauungsstörungen bemerkbar machen) können durch entzündungshemmende Substanzen geheilt werden. Schädliche Bakterien können fast immer mit körperschonenden Substanzen eliminiert und fehlende gutartige Bakterien gezielt zugeführt werden. Als unverträglich diagnostizierte Nahrungsmittel werden eine Zeitlang eliminiert.
  • Nebennierenstörungen: Fehlende Nebennierenhormone, die für Energie, positiven Antrieb und die Abwehr von Krankheiten sorgen, können in naturidentischer Form eingenommen werden. Gleichzeitig kann die Nebennierenfunktion durch den Ersatz von fehlenden Vitaminen und Spurenelementen gestützt werden.
  • Schilddrüsenunterfunktion: Die Behandlung ist einfach und meist erfolgreich. Nicht immer jedoch kann das Standard-Hormon Thyroxin verwendet werden, sondern es muss ergänzt oder andere Präparate ersetzt werden.
  • Neurotransmitterstörungen: Ein Mangel an Neurotransmittern kann oft leicht und schnell behoben werden. Manche Neurotransmitter kann man direkt einnehmen, von anderen nur die Vorläufersubstanzen, die der Körper dann selbst in die aktiven Stoffe umwandelt.
  • Hormonmangel: Ein Fehlen von weiblichen oder männlichen Hormonen kann die Psyche und den inneren Antrieb stark negativ beeinflussen. Sollte der Ersatz einer dieser Substanzen erforderlich sein, arbeiten wir nur mit naturidentischen Hormonen.
  • Mitochondrienstörungen: Stress führt dazu, dass die Mitochondrien „Überstunden“ machen müssen. Dadurch verbrauchen sie bestimmte Substanzen, die dann fehlen. Damit die Mitochondrien wieder normal funktionieren können, werden diese Substanzen zugeführt.
  • Schlafstörungen: Viele Schlafstörungen können durch den Ersatz von körpereigenen schlaffördernden Substanzen deutlich gebessert und behoben werden.

Behandlungsgrundsätze

Bei chronischer Müdigkeit, CFS und Burnout bestehen vielfältige und oft schwerwiegende Störungen vieler Organe und Körpersysteme, die sich nur durch eine konsequente Behandlung beseitigen lassen. Um einen Erfolg zu erzielen, müssen alle festgestellten Probleme behandelt werden. Dies bedeutet oft die tägliche Einnahme einer ganzen Reihe von Substanzen über einige Monate und nach einem individuellen Schema. Die Behandlung ist oft sehr erfolgreich, erfordert aber natürlich auch Disziplin.

Der weitaus überwiegende Teil der eingesetzten Wirkstoffe entstammt der Natur. Nur bei starken Beschwerden müssen in der Anfangsphase manchmal Schmerzmittel oder schlaffördernde Medikamente eingesetzt werden um die Beschwerden schnell und effektiv zu verbessern. Erfahrungsgemäß ist dies aber überhaupt kein Problem. Nachdem sich die Erfolge oft schon nach einigen Tagen, meist aber wenigen Wochen einstellen, ist die Einnahmemotivation der Patienten groß.

 

Der erste Schritt zur Heilung: Unsere Sprechstunde für chronische Müdigkeit und Erschöpfung

Für Patienten mit chronischer Müdigkeit, Erschöpfung und Burn-Out-Syndrom haben wir eine Spezial-Sprechstunde eingerichtet: Die Sprechstunde für chronische Müdigkeit und Erschöpfung. In deren Rahmen können wir nicht nur die Krankheit behandeln, sondern ihre Gesundheit wiederherstellen und langfristig sichern.

Kosten

Die Kosten für Untersuchung und Behandlung lassen sich nicht pauschal angeben, da sie durch den individuellen Arbeits-, Beratungs-, Untersuchungs- und Laboraufwand bestimmt werden. Sie sind jedoch gering im Vergleich zu den langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen der Erkrankung und können im Rahmen des Erstgespräches ungefähr ermittelt werden.

Die Kosten werden nach der Gebührenordnung für Ärzte berechnet und von privaten Krankenversicherungen in der Regel erstattet. Die komplexe und meist sehr zeitaufwendige Differenzialdiagnostik äußert sich bei der Rechnungsstellung teilweise in Steigerungssätzen, die über dem 2,3-fachen Satz liegen. Post- und Bahnbeamtenkrankenkassen erstatten oft nur den 1,9-fachen Satz, so dass eine geringe Eigenbeteiligung des Patienten die Folge sein kann.

Eine Direktabrechnung über die Versichertenkarte der gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht möglich, da es sich bei der Sprechstunde um eine reine Privatsprechstunde handelt. Es gibt jedoch Gerichtsurteile, in denen gesetzliche Krankenkassen verpflichtet wurden, Diagnostik- und Therapiekosten zu erstatten, die zunächst privat bezahlt wurden. Voraussetzung dafür war, dass bisherige Therapien nicht hilfreich waren. Selbstverständlich belegen wir für die Krankenkasse gerne die Notwendigkeit der Therapie und begründen die Rechnungsstellung. In Einzelfällen fanden auch bereits Kostenerstattungen durch gesetzliche Krankenkassen statt.

Was muss ich tun, um einen Termin in der Sprechstunde für chronische Müdigkeit und Erschöpfung zu erhalten?

Melden Sie sich unter unserer Termin-Telefonnummer 07334 / 92 31 80 in der Praxis an. Die Sprechstunde für chronische Müdigkeit und Erschöpfung findet immer donnerstags statt.

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